Klimaschutz, Nachhaltigkeit

Tipps gegen den Klimawandel: Was kannst du tun?

Im letzten Jahrhundert ist die Durchschnittstemperatur auf unserer Erde um 1 Grad Celsius gestiegen. Dies ist zum größten Teil auf einen erhöhten CO2-Verbrauch zurückzuführen. In den Polarregionen ist der Klimawandel bereits deutlich sichtbar: Allein in den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich die Fläche der Eisdecke um 50 % reduziert! Klimaexperten zufolge wird die übrige Eisfläche in den kommenden 20 Jahren komplett verschwinden, sollten keine drastischen Maßnahmen ergriffen werden. Die Folge ist ein erhöhter Meeresspiegel, welcher wiederum für Überschwemmungen in nördlichen Regionen sorgt. In Afrika hingegen herrschen aufgrund des Wassermangels Hungersnöte und katastrophale Dürren.

Doch was kann man als Einzelperson tun, um seinen eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren und aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen? Wir stellen im Folgenden einige Tipps vor, welche dazu beitragen, den eigenen CO2-Verbrauch zu senken – Tipps gegen den Klimawandel:


Strom sparen

Jeder unter uns kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ohne großartig viel Aufwand dafür betreiben zu müssen. So kann man beispielsweise im Haushalt einfach auf Ökostrom umsteigen und jährlich (in einem 5-Personen-Haushalt) bis zu 3.700 kg CO2 einsparen! Zudem ist Ökostrom häufig sogar günstiger als herkömmlicher Strom, sodass sich jährlich bei einem 2-Personenhaushalt bis zu 300 Euro und bei einem 5-Personenhaushalt bis zu 500 Euro einsparen lassen! Einen Strompreisvergleich lohnt sich also enorm für den eigenen Geldbeutel und vor allem die Umwelt.

Strom sparen gegen den Klimawandel

Zusätzlich kann man seinen eigenen Stromverbrauch senken, indem man Elektrogeräte bei Nichtbenutzung komplett ausschaltet. Geräte im Standby-Modus können jährlich bis zu 400 Kwh Verbrauchen. Umgerechnet sind das ca.115 Euro und ganze 211 kg CO2 Emissionen. 

Weitere Sparmaßnahmen im Haushalt:

  • Ebenso ist es hilfreich, seine Wäsche bei möglichst niedrigen Temperaturen zu waschen. Ein Waschgang bei 60 Grad verbraucht durchschnittlich 50 % weniger CO2 Emissionen als ein Waschgang bei 90 Grad.
  • Das Heizen verursacht ca. 9,5 kg CO2-Emissionen – pro Tag. Wenn Sie Ihre Raumtemperatur um lediglich ein Grad Celsius reduzieren, sparen Sie rund 10 % des CO2-Ausstoßes ein.
  • Tausche bei Bedarf alte Elektrogeräte gegen neue, energieeffiziente (A+++) Geräte aus.
  • Ersetze alte Glühbirnen durch LED-Birnen, welche mittlerweile auch in gemütlichem Warmweiss verfügbar sind.
  • Wasche dein Geschirr im Öko-Programm. Dies dauert zwar länger, verbraucht aber bis zu 50 % weniger Wasser.

Auf Plastik verzichten

Zugegeben, in unserer heutigen Zeit sind wir allgegenwärtig von Plastikverpackungen umgeben und es gestaltet sich schwierig, komplett auf diese zu verzichten. Dennoch kann man den  Plastikverbrauch im eigenen Haushalt mit ein paar Tricks und Kniffen erheblich verringern.

auf Plastik verzichten gegen den Klimawandel

Angefangen im Badezimmer, kann man beispielsweise die Plastik-Zahnbürste durch eine nachhaltige Holzzahnbürste ersetzen. Selbiges gilt für Wattestäbchen!

Weiterhin gibt es inzwischen hochwertige Fest-seifen und Fest-Shampoos, welche in Papier verpackt werden und somit komplett ohne Plastik auskommen. Achtet man darüber hinaus darauf, dass kein Palmöl in der Seife bzw. dem Shampoo verarbeitet ist, unterstützt man den Erhalt der Regenwälder – das Zuhause vieler bedrohter Tierarten und indigener Völker sowie eine wichtige Ressource unseres Planeten!


Lebensmittel

Kaufe deine Lebensmittel regional ein. Dies spart weite Transportwege, welche mit unnötigen CO2-Ausstoß verbunden sind. Ein weiterer Vorteil ist zudem, dass du lokale Landwirte unterstützt und Obst und Gemüse häufig sogar besser schmeckt, wenn es erst in einem reiferen Zustand geerntet wird. Zudem ist es sinnvoll, immer einen Stoffbeutel beim Einkaufen dabei zu haben, um die Nutzung von Plastiktüten zu vermeiden.


Weniger Fleisch

Das Konsumieren von Fleisch an sich hat nicht direkt etwas mit dem Klimawandel zu tun, die entsprechende Tierhaltung und Futtermittel allerdings schon. Denn durch stickstoffhaltige Düngemittel und die bloße Haltung der Tiere, werden insbesondere Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O, auch als Lachgas bekannt) in die Atmosphäre freigesetzt. Methan ist ein Klimagas, welches ca. 25 Mal so schädlich ist wie CO2. Bei N2O handelt es sich um ein Treibhausgas, das sogar Schätzungen zufolge 300 Mal so schädlich ist wie CO2.

weniger Fleisch konsomieren gegen den Klimawandel

Wer kein Vegetarier ist und nicht auf Fleisch in seiner Ernährung verzichten möchte, sollte eventuell darüber nachdenken, seinen Fleischkonsum zu reduzieren. So könnte man zum Beispiel anstelle von täglichem Discounter-Fleisch nur ein- oder zweimal pro Woche Bio-Fleisch essen. Das reduziert den mit Fleisch verbundenen CO2-Ausstoß, man unterstützt Bauernhöfe, welche in Bio-Haltung investieren, und hat Fleisch von (hoffentlich) etwas glücklicheren Tieren auf dem Teller.


Öffentliche Verkehrsmittel

Je nach Möglichkeit, sollte man auf den Bus oder die Bahn umsteigen, anstatt mit dem eigenen Auto von A nach B zu gelangen. Inzwischen wird in einigen Regionen Deutschlands auch das Fahrrad immer beliebter. Hiermit spart man nicht nur CO2-Emissionen ein, sondern hält sich ganz nebenbei auch noch fit.


Tipps gegen den Klimawandel – Fazit

Es gibt sicherlich noch weitere zahlreiche Möglichkeiten, wie man ohne großen Aufwand einen kleinen, aber entscheidenden Beitrag zum Stopp des Klimawandels beitragen kann.

Sei es mit einem Stoffbeutel anstelle einer Plastiktüte an der Kasse oder mit dem Ausschalten von Standby-Geräten. Ein sparsamerer und bewusster Lebensstil tut nicht nur der Umwelt gut, sondern gleichzeitig auch dem eigenen Portemonnaie.


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Christoph Buchinger

Blogger & Gründer des EnergiesparBlog´s